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TVR-Planungen für die kommende Runde stehen

TVR-Planungen für die kommende Runde stehen

Mit einer herausragenden Bilanz von 36:4 Punkten hat sich der TVR in die Corona-Zwangspause verabschiedet und voller Ungewissheit die letzten Wochen auf Nachrichten und Informationen seitens der Entscheidungsträger des Handballverbands gewartet. Lange Zeit war nicht klar, ob die Saison aufgrund der aktuell schwierigen Lage zu Ende gespielt werden kann bzw. wie diese nach 20 von 26 gespielten Partien gewertet wird. Mittlerweile herrscht etwas mehr Klarheit, auch wenn für den TVR noch nicht entschieden ist, in welcher Liga er in der nächsten Saison spielen wird. Der Spielbetrieb wurde zwischenzeitlich seitens des HVW verständlicherweise als beendet erklärt, Aufsteiger wird es aber in jedem Falle geben. Da der TVR sowohl zum jetzigen Zeitpunkt als auch zum Vorrundenende Tabellenführer war bzw. ist dürfte es keine Konstellation geben, in der die Mannschaft von Trainer Volker Haiser nicht als legitimer erster Aufsteiger aus der Landesliga Staffel 3 gilt. Unklar ist jedoch noch, ob der HVW an der geplanten Strukturreform festhält und die Verbandsliga bereits in der kommenden Saison eingeführt und somit zur neuen Heimat des TVR wird. Dieses Szenario gilt aktuell als wahrscheinlich, bei einer Verschiebung der Strukturreform um eine weitere Spielzeit könnte der TVR aber auch direkt in die Württembergliga aufsteigen.

 

Unabhängig von der finalen Ligazugehörigkeit wird die kommende Saison für den TVR ein wahrer Kraftakt mit teilweise unbekannten aber definitiv stärkeren Kontrahenten. Erfreulich ist in diesem Zusammenhang, dass das erfolgreiche Trainerteam um Cheftrainer Volker Haiser, Co-Trainer Rolf Augustesen und Athletik-Trainer Alec Farrell dem TVR erhalten bleibt und den vor drei Jahren eingeschlagenen Weg gemeinsam fortsetzen wird. Dieser Weg führte den TVR nach dem Abstieg aus der Württembergliga vor 4 Jahren über Platz 3 in der Spielzeit 17/18 und Platz 2 in der Spielzeit 18/19 konsequent bis zur Meisterschaft in der aktuellen Spielzeit.

 

Auch das Gesicht der Mannschaft wird sich zur nächsten Saison nur geringfügig verändern, dennoch muss der TVR den Verlust von zwei langjährigen Stützen verkraften. Christoph Maile wird in der kommenden Saison pausieren um die über die Jahre hinweg nicht weniger gewordenen Blessuren auszukurieren. Sein Pendant auf der halbrechten Position Peter Scheffold wird den TVR in Richtung Neuhausen verlassen um dort höherklassig seine Chance zu suchen. Der TVR dankt den beiden Eigengewächsen für ihre jahrelange Treue und wünscht viel Erfolg auf dem weiteren Weg. Alle anderen Spieler haben dem TVR erfreulicherweise bereits frühzeitig für eine weitere Spielzeit zugesagt, sodass die Verantwortlichen um das bestehende Gerüst herum gezielt nach Verstärkungen Ausschau halten konnten.

 

Der erste Blick auf der Suche nach Verstärkungen gilt beim TVR traditionell zunächst den eigenen Nachwuchskräften. Aus der A-Jugend werden Tim Pussert, Philipp Döring und Florian Lustig in der kommenden Runde fest zum Kader der Männer 1 gehören. Alle drei sind bereits seit längerer Zeit fester Bestandteil der Trainingseinheiten und konnten das große Potenzial auch schon in dem ein oder anderen Ligaspiel andeuten. Tim ist als großgewachsener und wurfstarker Akteur auf allen Rückraumpositionen einsetzbar, Philipp wird mit seinen starken Reflexen das Torwartteam des TVR unterstützen. Flo wird als Linkshänder vornehmlich auf der rechten Außenposition zum Einsatz kommen und wird dabei unterstützt von Rene Gunesch, welcher vom TSV Wolfschlugen ins Filstal wechselt. Rene ist ebenfalls Linkshänder und spielte in der vergangenen Saison hauptsächlich in der zweiten Mannschaft der „Hexenbanner“. Vor seinem mittlerweile auskurierten Kreuzbandriss konnte der 28-jährige aber bereits regelmäßig Erfahrungen in der Württembergliga sammeln. Als weiteren Neuzugang freut sich der TVR auf Philipp Bässler, der in dieser Saison noch für die TSF Ditzingen in der Landesliga Staffel 1 auf Torejagd gegangen ist. Der Kreisläufer stammt ursprünglich vom TSV Bartenbach und holte dort einst gemeinsam mit dem heutigen TVR-Coach Volker Haiser die Meisterschaft in der Bezirksliga.

 

Angesichts der besonderen Umstände kann die bemerkenswerte Saison der Männer 1 des TVR nicht in dem Maße gewürdigt werden wie es die Mannschaft eigentlich verdient gehabt hätte. Ob es einen Meisterwimpel geben wird, kann aktuell keiner so genau sagen. Wohl aber, dass es keine Feierlichkeiten für den lange ersehnten und hart erarbeiteten Aufstieg geben wird. Die Gesundheit von Spielern, Offiziellen und Zuschauern steht im Vordergrund und lässt den Sport in den Hintergrund rücken. Beim Rückblick auf diese Saison wird immer ein fader Beigeschmack bleiben, umso größer ist beim TVR die Hoffnung und die Freude auf „Normalität“ in der kommenden Spielzeit.