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Frauen 1 verabschieden sich in die Pause

Für die Handballerinnen der ersten Damenmannschaft des TVR liegt der letzte Spieltag und der dadurch klargemachte Klassenerhalt bereits eine Woche zurück. Nach einer langen, kräftezehrenden Saison mit insgesamt 26 Punktspielen in der Württembergliga ist es an der Zeit, ein kurzes Resümee zu ziehen.

Nach einer intensiven Vorbereitung im Sommer 2021 überzeugte das neu geformte Team der Frauen 1 in diversen Vorbereitungsspielen und -turnieren und konnte gleich zu Beginn der neuen Zusammenarbeit mit Trainer Rolf Gaber Selbstbewusstsein und Mut tanken. In Testspielen gegen höherklassige Gegner wurde hauptsächlich die offensive Abwehrvariante optimiert und abgestimmt, was überraschend zügig so funktionierte, wie man sich das vorstellte. Mit diesem Hintergedanken starteten die TVR-Mädels voller Vorfreude im September in die Saison 2021/22 und konnten direkt das Auftaktspiel in der heimischen Brühlhalle am ersten Spieltag erfolgreich gestalten. Doch bereits im zweiten Punktspiel geriet das Grundgerüst des Reichenbacher Spiels ins Wanken und so musste man eine bittere Niederlage hinnehmen. Von diesem Dämpfer schien sich das Team bis zum Saisonende leider nie komplett erholt zu haben und so hatten die TVR-Mädels fortan Probleme, den Kopf auszuschalten und einfach das zu tun, was in der Vorbereitung so gut funktionierte. Aus der Kopfsache wurde schnell eine kleine Blockade und die Mädels waren phasenweise nicht im Stande die Leistung aufs Spielfeld zu bringen, die sie eigentlich zeigen könnten. Immer wieder wiederholten sich die gleichen Fehler im Reichenbacher Spiel und so tat man sich über weite Strecken der Saison sehr schwer, dem eigenen Konto Punkte gutzuschreiben. Der Schlüssel zu erfolgreichen Partien lag meistens im Mut, eine offensive, aggressive Abwehr zu spielen und als Einheit aufzutreten. Gelang es den Mädels, dies umzusetzen, war das Team selbst gegen Mannschaften wie Waiblingen 2 (Platz 4) oder Schmiden/Oeffingen (Platz 5) in der Lage, den eigenen Stempel aufzudrücken und leistungstechnisch mitzuhalten. Umso schmerzhafter, dass es dem Team häufig nicht gelang, ein konstantes Spiel abzuliefern. Nichtsdestotrotz haben sich die Frauen 1 bis zum Schluss durchgebissen und konnten aus eigener Kraft den Verbleib in der Württembergliga schaffen. Die Abschlusstabelle bildet damit den TVR mit 15:37 Punkten auf Rang 12 ab. 

Zum Ende der Saison mussten jedoch auch wir leider wieder einigen Gesichtern Auf Wiedersehen sagen und verabschiedeten diese im Rahmen des letzten Spieltags in der Brühlhalle. Dieses Jahr waren es neben Trainer Rolf Gaber weitere 6 Mädels, die in der kommenden Saison nicht mehr im blau-weißen Trikot auftreten werden. 

Torhüterin Geli Jud wird uns nach zwei coronabedingt schwierigen Jahren verlassen und wird ihre Handballtasche vorerst beiseitestellen. Nachdem sich die Uracherin nach einer Knieverletzung mühsam wieder zurück ins Tor gekämpft hatte, konnte sie zwischen den Reichenbacher Pfosten so manchen Gegner gewaltig ärgern. Rückraumspielerin Merit Deutscher hatte aufgrund von Spätfolgen einer vorausgegangenen Verletzung leider eine unglückliche Saison beim TVR erwischt und wird sich nun erstmal ausgiebig Zeit für ihre vollständige Genese nehmen. Für Reichenbach verwandelte sie sehr souverän die 7-m-Strafwürfe und überzeugte immer wieder mit überraschenden 1:1-Aktionen. Auch für Rückraumshooterin Lisa Breymayer ist nach 5 Jahren TVR Schluss mit Handball und die Hallenschuhe werden an den Nagel gehängt. Lisa kam 2017 von Deizisau/Denkendorf nach Reichenbach und konnte sich in den Jahren mit zahlreichen Rückraumtoren in die Herzen der TVRler werfen. Ebenfalls nach 5 Jahren TVR sagen wir Danke an Kreisläuferin Jenni Jahn. Die zweitliga-erfahrene Nürtingerin kam gemeinsam mit Lisa 2017 zu uns nach Reichenbach und riss nicht nur mit ihrer Spielklasse, sondern auch mit ihrer motivierenden und offenen Art alle Handballfans und Mitspielerinnen auf dem Spielfeld mit. Jenni wird zu ihrem Heimatverein zurückkehren und mit der TG Nürtingen 2 in der BWOL angreifen. Die fünfte Spielerin im Bunde der Abgängerinnen ist Rechtsaußen Katharina Seiter. Das Reichenbacher Eigengewächs durchlief alle Jugenden beim TVR und entwickelte sich zur absoluten Waffe auf Rechtsaußen. Als Rechtshänderin ist sie auf ihrer Position ein wahres Unikat und überzeugte all die Jahre mit spektakulären und variationsreichen Würfen. Katha wird ihre Chance bei der HSG Leinfelden-Echterdingen nutzen und greift in der kommenden Saison gemeinsam mit Schwester Ann-Kristin in der Dritten Liga an. Last but not least müssen wir uns schweren Herzens von Mittespielerin Julia Seidel verabschieden. Jule trägt schon viele Jahre das blau-weiße Trikot und gibt nicht nur auf dem Spielfeld alles für ihr Team, sondern engagiert sich auch abseits des Feldes für den Verein und im Speziellen innerhalb der Jugendarbeit. Jule wird künftig etwas kürzertreten und wird vermutlich unsere Zweite unterstützen. Euch Mädels gilt ein dickes Dankeschön für eure Zeit und euren Einsatz im blau-weißen Trikot! Wir wünschen euch alles Gute auf eurem weiteren Weg und die Türe zur Brühlhalle steht euch jederzeit offen – wir freuen uns auf euren Besuch! #gemeinsamblau #tschebberle-hoi